Selbsthilfe bei Depressionen – Wege aus der Depression

Offiziell leiden rund vier Millionen Menschen allein in Deutschland unter der Krankheit Depression. Wahrscheinlich ist das nur ein Bruchteil von den tatsächlich erkrankten Menschen. Denn die meisten Leute erkennen die Depression nicht als Krankheit an, schämen sich dafür und vertuschen sie. Psychische Erkrankungen sind häufig ein Tabu-Thema.

Denn für eine Erkältung schämen wir uns auch nicht. Es handelt sich ebenfalls um eine Erkrankung, die wir mit Arzneien oder bestimmten Methoden lindern bzw. heilen können. Bei der Erkältung wissen wir, dass wir Ruhe und Erholung brauchen und diese nehmen wir uns. Warum dann nicht auch bei der Depression?

Symptome, Gründe und Auswirkungen der Krankheit finden wir genug im Internet. Aber was können wir selber denn machen, um die Symptome zu lindern und zu bekämpfen?

Zunächst muss der Körper funktionieren:

  • Wissenschaftlich bewiesen ist ein Zusammenhang von Ernährung und Depression. Viele Vitamine in Obst und Gemüse wirken stimmungsaufhellend und geben uns die Kraft, Arbeiten wieder leichter zu bewältigen.
  • Trinken Sie genügend. Auch zu wenig Flüssigkeitsaufnahme macht krank und lässt die Leistungsbereitschaft abfallen, wodurch wir uns schlecht fühlen.
  • Verzichten Sie auf Alkohol, Drogen und übermäßigen Koffeinkonsum. Diese Substanzen rauben uns Energie. Diese benötigen wir für den Kampf gegen die Depression.
  • Vitamin D zuführen. Statistiken zeigen, das ein Vitamin D Mangel mit der Depression in Zusammenhang steht. Damit wir davon genügend aufnehmen, benötigen wir Sonnenlicht. Daher gehen Sie täglich mindestens eine halbe Stunde nach draußen. Im Winter sollten zusätzlich Vitamin D Kapseln genommen werden.
  • Johanniskraut ist ein pflanzliches Antidepressiva. Seine Wirksamkeit wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen und hat keine Nebenwirkungen.
  • Lassen Sie sich massieren. Unter Nacken- und Schulterverspannungen leiden viele Menschen. Besonders Depressive kämpfen mit diesen Verspannungen. Studien zeigten auf, dass Massagen daher sehr effizient sind.
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Erste Selbsthilfe bei Depressionen: Gönnen Sie sich etwas Ruhe und Entspannung. Eine Massage, Sonnenlicht und Bewegung sind erste Schritte aus dem Tief.

Nun zu den psychischen Problemen:

Dass die Depression komplizierter als eine Erkältung ist, wissen wir. Aber wir können sie als Zeichen annehmen. Eine Depression sagt aus, das unser Leben momentan aus den Bahnen geraten ist. Also beginnen wir neu. Mit neuen Plänen.

Kleine Schritte zum Erfolg!

Eine gute Möglichkeit, sich Ziele zu setzen und erreichen, ist eine Liste. Schreiben Sie also auf, was Sie morgen schaffen möchten. Zu Anfang möglichst wenige und gut umsetzbare Ziele. Sie haben das eine oder andere Ziel nicht geschafft? Kein Problem, wir probieren es am nächsten Tag. Es hatte bestimmt einen Grund, warum es heute nicht funktioniert hat. Und es hatte bestimmt einen positiven Nutzen.

Den Rhythmus finden!

Geregelte Schlafenszeiten sind das A und O für die Gesundheit. Das Einschlafen mit Depressionen gestaltet sich jedoch oft als schwierig. Daher ist es umso wichtiger, sich mit positiven Gedanken ins Bett zu legen, um einzuschlafen. Denken Sie daran, was Sie morgen schaffen und freuen Sie sich darauf. Stellen Sie sich den Wecker und legen Sie morgens los. Am Vormittag sind wir am leistungsstärksten.

depression schlaf

Achten Sie auf ausreichend, aber nicht zu viel Schlaf. Genügend Schlaf ist wichtig, um sich körperlich und psychisch wohl zu fühlen.

Bewusst Zeit zum Nachdenken nehmen!

Nehmen Sie sich genügend Zeit, um Ihre Gedanken positiv zu gestalten. Wichtig hierbei ist, äußere Einflüsse auszuschalten. Keine Musik und kein Fernseher. Setzen Sie sich hin und denken Sie bewusst nach. Grübeln Sie über das nach, was Sie nicht schlafen lässt. Nun haben Sie die Zeit dafür. Die beste Zeit hierfür ist ab 15 Uhr. Denn um diese Zeit kommen die depressiven Phasen verstärkt und wir steuern mit unseren Gedanken bewusst und gezielt dagegen.

Keine Langeweile aufkommen lassen!

Überlegen Sie stattdessen, wie Sie diese Zeit sinnvoll nutzen können. Lesen Sie etwas, was Sie wirklich interessiert. Gehen Sie ins Badezimmer und probieren neue Frisuren aus oder nehmen Sie ein entspannendes Bad. Lassen Sie zu, sich etwas zu verwöhnen. Sie sind keine Maschine, die immer funktionieren muss. Ein Ausgleich ist wichtig.

Machen Sie nahestehenden Personen eine Freude!

Überlegen Sie, über was sich einer Ihrer Freunde oder Familienangehöriger freuen könnte. Anderen eine Freude zu machen, macht uns selber glücklich.

Sozialkontakte aufnehmen!

Ein Punkt in Ihrer Liste sollte die Pflege von Sozialkontakten sein. Sie müssen nicht unbedingt erzählen, das Sie depressiv sind, wenn Sie das nicht möchten. Versuchen Sie zu Beginn einfach, von alltäglichen Dingen zu reden. Was Sie heute schon gemacht haben und wenn es nur das Kochen war. Schon kleine Erfolge bauen auf und geben Kraft, bald wieder mehr zu leisten. Wenn Sie noch nicht die Kraft haben, aus dem Haus zu gehen, sollten Sie zumindest einmal täglich telefonieren.

Sie schaffen das!

Sie sind stark und bekämpfen die Krankheit. Lassen Sie sich von negativen Gedanken und Gefühlen nicht aus dem Leben schleudern. Jeder Mensch hat eine Geschichte und die ist es wert, erzählt zu werden. Sie müssen sich nicht schämen. Jeder hat Höhen und Tiefen. Aber Sie kämpfen sich aus dem Tief. Sie müssen sich selber überzeugen, dass Sie stark sind.

Mit kleinen Schritten und positiver Einstellung können Sie die Depression besser in den Griff kriegen. Sie werden jeden Tag mehr schaffen und bald wieder mitten im Leben stehen.

Wenn Sie gelernt haben, sich selbst zu respektieren, kann auch die Partnerschaft wieder in Angriff genommen werden. Ob Sie ihre bestehende Partnerschaft neu beleben oder eine neue Beziehung eingehen. Das ist doch ein Ansporn!

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